Fachhochschule Flensburg :: University of Applied Sciences Flensburg

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Windenergie verbindet

18.04.16 | Kategorie: Pressestelle | Autor: Pressestelle

Das Windtechnik-Institut der Fachhochschule Flensburg vernetzt sich mit Cape Peninsula University of Technology, um gemeinsam Forschung und Lehre voranzubringen.

Anlässlich der internationalen Konferenz zum Thema Erneuerbare Energien, der Domestic Use of Energy Conference (DUE), die jüngst in Kapstadt/Südafrika stattfand, vereinbarten Prof. Dr.-Ing. Torsten Faber, Leiter des Wind Energy Technology Institute (WETI) an der Fachhochschule Flensburg, und Prof. Anthony Staak von der Cape Peninsula University of Technology (CPUT) eine engere Zusammenarbeit im Bereich der Windenergie.

Die Vernetzung und der Austausch in Forschung und Lehre sowie die gemeinsame Entwicklung von Forschungsthemen und Masterarbeiten stehen bei dieser Kooperation im Vorderpunkt. An der Zusammenarbeit der Hochschulen ist auch das am CPUT angeschlossene South African Renewable Energy Technology Centre (SARETEC), vertreten durch Naim Rassol, Director, und Sven Pietrangeli, Operations Manager, beteiligt. SARETEC unterhält Partnerschaften im Ausbildungs- und Forschungsbereich in Südafrika und bietet industriebezogene und akkreditierte Trainingslehrgänge, Short Courses und Workshops für die gesamte Branche der Erneuerbaren Energien an.

„Beide Hochschulen“, so Prof. Faber, „können von den Partnern lernen und Synergien entwickeln, woraus insbesondere eine stärke Vernetzung in der akademische Ausbildung der Windenergie auf internationaler Ebene erwachsen soll“. Faber verweist auf die besondere Stärke des Masterstudiengang Wind Engineering an der Fachhochschule Flensburg, da im aktuellen Studiengang des Sommersemesters 2016 von insgesamt 19 eingeschriebenen Studenten zwölf aus dem Ausland kommen.

Die Fachhochschule Flensburg kann bereits auf erfolgreiche Forschungsvorhaben im südlichen Afrika wie das PEESA-Programm zurückblicken. Hier stand die Entwicklung von Masterprogrammen im Bereich der Erneuerbaren Energien im Mittelpunkt, an der u. a. vier Hochschulen in Südafrika und Namibia, so auch die CPUT, teilgenommen haben. Aufgrund der langjährigen Partnerschaften vor Ort wurde mit dem 2014 gegründeten Afrika-Zentrum der FH Flensburg (Centre for Business and Technology in Africa, CBTA) dem Bedarf an Ausbildung, Forschung und Beratung in den Themenbereichen Wirtschaft und Technologie in Afrika entsprochen.

Die Entwicklung in Südafrika zeigt den wachsenden Bedarf und die Chancen auf dem Markt der Erneuerbaren Energien. Laut der South African Wind Energy Association (SAWEA) sind 2.500 Windkraftanlagen bis 2020 geplant. Derzeit bestehen 294. Die südafrikanische Regierung hat das Ziel, bis 2030 18 GW erneuerbarer Energiequellen zu installieren. Ende 2015 lag der Bedarf schon bei 1,053 Gigawatt (2014: 570 Megawatt).

Der nächste internationale Kongress zur Windenergie, die WINDABA, findet bereits vom 2. bis 4. November 2016 in Kapstadt statt.

WETI nutzt mwLoADS

03.03.16 | Autor: WETI

Seit Oktober 2015 nutzt das Wind Energy Technology Institute (WETI) der Fachhochschule Flensburg die mwLoADS-Toolbox von morewind.

"Die Software wurde bereits im Rahmen einer studentischen Projektarbeit für die Auslegung der Windenergieanlage Optimus150 verwendet. Wir haben bisher sehr positive Rückmeldungen erhalten", erklärt Rasmus Borrmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter des WETI. Das Institut plant, die Toolbox zukünftig in den Bereichen Forschung und Lehre einzusetzen. Ein wesentlicher Vorteil liegt darin, dass durch die Kombination der OpenSource Software FAST vom NREL mit mwLoADS ein effizientes Pre- und Post-Processing möglich ist. Studierende und Forschende können so einen nachvollziehbaren und weiter entwickelteren aeroelastischen Code verwenden.

SCHWACHEN WIND STARK MACHEN

02.02.16 | Kategorie: Pressestelle | Autor: Pressestelle

Angst vor Gegenwind haben sie nicht: Statt dem Trend von immer mehr Offshore-Anlagen zu folgen oder Windkraftanlagen in Küstenregionen aufzustellen, entwickeln 24 Studierende eine Windkraftanlage für niedrige Windgeschwindigkeiten im Binnenland.

Was die Studierenden aus fünf Nationen am Institut für Windenergietechnik (WETI) an der Fachhochschule Flensburg im Projekt Optimus150 erarbeitet haben, könnte neue Maßstäbe in Sachen Onshore setzen. Aus dem Pre-Design der Anlage, das  gut 80 Gäste aus Wissenschaft und Wirtschaft präsentiert wurde, könnte in einigen Jahren eine auf das europäische Binnenland zugeschnittene Windkraftanlage werden, die aus wenig Wind viel Power macht – und damit für küstenferne und windarme Regionen geeignet ist.

„Zurzeit stehen viele WKAs in Küstenregionen oder in windreichen Gebieten wie Schleswig Holstein. Ein weiterer Trend ist der Offshore-Bereich. Wir gehen genau in die andere Richtung und haben eine WKA speziell für niedrige Windgeschwindigkeiten im Binnenland entwickelt. Die Effizienz der Anlage macht ihren Einsatz für Investoren in Schwachwindgebieten vom Kosten-Nutzen-Faktor her sehr interessant“, fasst Markus Starr einige Eckpunkte zusammen. Er gehört zum Team der Studierenden, das im dritten Semester des Masterstudiengangs Wind Engineering drei Monate an dem Projekt gearbeitet hatte. „Es war natürlich eine Herausforderung in der Kürze der Zeit“, sagt Maximilian Helms, „aber es hat sich gelohnt. So haben wir zum Beispiel auch viel Kontakt zu Industrie bekommen.“ Für die spätere Job-Suche gute Voraussetzungen. 

Auch für den Leiter des WETI, Prof. Dr.-Ing. Torsten Faber, sind die Ergebnisse des Projekts ein deutliches Zeichen für den erfolgreichen Studiengang, der das Ziel hat, Spezialisten für die Windenergietechnik auszubilden, die das Gesamtsystem verstehen und gleichzeitig Experten in ihren Spezialgebieten sind: „Wir holen die Bachelor-Absolventen aus ihren Fachbereichen ab, etwa Elektrotechnik oder Maschinenbau, und machen sie zunächst zu Generalisten für Windenergie. Im dritten Semester und im Rahmen dieses Projektes führen wir das zusammen, machen sie dann innerhalb ihres jeweiligen Fachgebietes zu Experten im Bereich der Windenergietechnik.“ Und so haben verschiedene Studierendengruppen die unterschiedlichen Komponenten einer Windkraftanlage entwickelt.

Geleitet wurde das Projekt von Prof. Peter Quell von der FH Kiel. Die FH Kiel ist Kooperationspartner im Studiengang Wind Engineering. Faber freut sich, „dass es in dem Studiengang gelungen ist, alle Kompetenzen Schleswig-Holsteins im Bereich der Windenergie hochschulübergreifend zusammenzuführen“. 

Der nächste Jahrgang von Masterstudierenden wird sich weiter mit dem Projekt Optimus150 beschäftigen. So könnte der Traum der Studierenden, dass 2018 ein erster Prototyp entwickelt wird, wahr werden. 

Die Präsentation der Veranstaltung finden Sie hier.